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Hyundai baut in den USA ein Werk für 30 000 Roboter pro Jahr, 25 000 sind bereits vergeben

Der Hyundai-Chef stellte den bislang konkretesten Plan für den Humanoiden Atlas vor — und versicherte einen Tag nach dem Ende eines Streiks über genau dieses Thema, Roboter würden keine Menschen ersetzen.

Auf dem Investorentag der Hyundai Motor Company in Seoul wich Präsident und CEO José Muñoz von Modellfahrplänen und Margenzielen zu einem Thema ab, das mit Autos nichts zu tun hatte. Roboter stünden im Dienst des Menschen und erledigten die Arbeit, die schwer und repetitiv sei. Dann wurde er deutlicher: Roboter ersetzten keine Menschen, es entstünden neue Berufsbilder wie deren Wartung. Ein solcher Satz fällt in Robotik-Präsentationen regelmäßig. Bemerkenswert war der Kalender: Muñoz sprach ihn einen Tag nach dem vorläufigen Abschluss der südkoreanischen Hyundai-Gewerkschaft aus, der den längsten Streik seit zehn Jahren beendete — in einem Konflikt, in dem Automatisierung ein ausdrücklicher Streitpunkt war.

Hinter der Rhetorik stand jedoch die bislang konkreteste öffentliche Rechenschaft darüber, was Hyundai mit dem Humanoiden von Boston Dynamics vorhat. Das Unternehmen wird in den USA ein Roboterwerk bauen, die Produktion soll 2028 mit einer Jahreskapazität von 30 000 Einheiten anlaufen. Muñoz bezeichnete es als weltweit erste kommerzielle Roboterfertigung im großen Maßstab — ein Superlativ, mit dem man vorsichtig umgehen sollte, denn ähnliche Ansprüche haben bereits Tesla, Figure und mehrere chinesische Hersteller erhoben.

Interessanter als die Kapazität ist, wie viel davon bereits vergeben ist. Die ersten 25 000 kommerziellen Einheiten sind laut Muñoz bereits bestätigt, beginnend mit dem Werk Hyundai Motor Group Metaplant America. Rund 83 Prozent der Produktion des ersten Jahres gehen also in die eigenen Fabriken von Hyundai, nicht an externe Kunden. Im Anwendungszentrum Robot Metaplant sequenziert Atlas bereits Teile für fünf Fahrzeuge und 67 Positionen, wobei der Standort bis Jahresende verzehnfacht werden soll.

Die Automatisierungsklausel der Streikvereinbarung verpflichtet beide Seiten lediglich dazu, über Beschäftigung zu sprechen, wenn neue Geschäftsfelder anlaufen. Das ist ein Verfahren, kein Schutz — und die Vereinbarung muss zudem von den Mitgliedern ratifiziert werden. Muñoz brachte auch den Vertrieb von Robotern über das Hyundai-Händlernetz und die Finanzierung über Hyundai Capital ins Spiel, beides jedoch nur als Überlegung ohne Produkt, Termin und Preis.

Quelle: Humanoids Daily — Hyundai Says Atlas Will Not Replace Workers

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Quelle: https://www.humanoidsdaily.com/news/hyundai-says-atlas-will-not-replace-workers-one-day-after-settling-a-strike-over-exactly-that